Waren die Erwartungen zu groß? oder Von der Krone zum Kreuz
Am diesjährigen Palmsonntag wurden wir wieder daran erinnert, wie schnell Menschen in ihren
Gedanken, Gefühlen und ihren Erwartungen umschwenken, wenn etwas nicht so läuft wie sie`s gerne hätten oder vorgestellt haben.
Diakon Höfer brachte die Aussagen des Evangeliums, vom „HOSIANNA und HULDIGT IHM“ bis zum „KREUZIGT IHN“ mit einem Beispiel in die Gegenwart.
„Wenn z.B. ein Bürgermeister sein neues Amt antritt, sind die Erwartungen an ihn sehr unterschiedlich, einige Leute meinen:
„Es kann nur besser werden“ - „Schlimmer geht immer“. Andere warten einfach ab wie es wird.
Vielleicht haben sie schon ihre Erfahrungen gesammelt mit neuen Persönlichkeiten. Vielleicht wurden sie schon enttäuscht von einem Menschen, in den sie große Hoffnungen gesetzt hatten.
Dieser Mensch hat ihre Erwartung nicht erfüllt, und so ist die anfangs sehr euphorische Stimmung gekippt: „Hosanna und Kreuzige ihn.“
Offensichtlich war das zu Jesu Zeiten ähnlich. Die Menschen hatten ganz andere Erwartungen an den König der Juden, als das was Jesus lehrte.
Das was sie erwarteten, eine gewaltvolle, siegreiche Herrschaft, das kam nicht. Sie hatten Jesus und seine Lehre vom Reich Gottes falsch verstanden, oder nicht richtig interpretiert und gemeint, er gäbe den Menschen Macht über andere..
Auch heute meinen viele, wenn sie auf der Seite Gottes und seinen Willen nach ihrer Meinung erfüllen, gäbe ihnen dies die Berechtigung andere, auf welche Art und Weise auch immer, zu unterdrücken und bevormunden zu dürfen.
Aber die einzige Macht, die Jesus gegeben hat, ist ein Kind Gottes zu sein, und dass dies das beste ist, für was Menschen sich entscheiden können, war den Leute in Jerusalem damals nicht bewusst und ist es auch heute nicht.
Sie waren bis auf wenige maßlos enttäuscht.
Nach der Palmsegnung und der Predigt, und der musikalischen Begleitung, begann die Prozession zur Kirche.
Die Kinder durften den Esel ziehen und Edeltraud vom FamGoTeam las unterwegs Meditations- texte vor.
In der Kirche wurden symbolisch passend zur Passion Krone für den König der Juden, grünes Tuchals Zeichen bei der Befragung Jesu durch Pilatus vor den Altar gelegt.Wasser und Krug als Zeichen für Pilatus „ich wasche meine Hände in Unschuld“, denn er wollte Jesus nicht verurteilen.
Roter Mantel nachdem sie Jesus ausgezogen hatten, danach eine Dornenkrone die sie Jesus aufge- setzt hatten. Einen Stab,mit dem sie ihn schlugen.
Nachdem sie Jesus verhöhnt hatten musste ein Mann namens Simon sein Holzkreuz tragen. Ein Leinentuch als Zeichen, dass sie um seine Kleider losten. Das INRI-SCHILD für den König der Juden.
Nachdem Jesus am Kreuz hing gingen die Lichter aus.Ein Schwamm mit Essigden sollte Jesus wohl trinken.
R.Zieres




































