Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Heiligabend in Mömlingen

WAS ….. ist Weihnachten denn schon vorbei?

WAR ---- das etwa schon alles?

Ein Krippenspiel an Heiligabend der Kommunionkinder auf dem Dorfplatz und ein paar Weihnachtslieder mit dem Musikverein?

Danach ein Gottesdienst mit Weihnachtsbaum.

Also, dann ist ja alles bestens!!

ABER …. wo kommt denn da das Geburtstagskind Jesus vor?


Was ist eigentlich Weihnachten?

Ich denke, eine Antwort lässt sich ganz leicht in der Predigt von Pfarrer Rettinger finden:

Lesen Sie selbst:

Die meisten Antworten sind vom Glauben längst entkoppelt:

Weihnachten ist das Fest des Friedens.“

Weihnachten ist ein traditionelles Fest für Familie und Freunde.“

Weihnachten sind drei tolle Tage zum Ausruhen und zum guten Essen.

Weihnachten ist das Fest der Geschenke.

“Alle diese Aussagen stellen uns klar vor Augen, dass es im Weihnachtsgeschehen letztlich immer um tiefe Sehnsüchte der Menschen geht:

Frieden, Liebe, Wohlergehen, Geborgenheit, Angenommen-sein, Wertschätzung, Schlemmerei, Genuss, Schlummern, usw.

GOTT KOMMT ALS KIND Dieses Geheimnis gilt es zu feiern !!

Wenn ein Kind kommt, ist normalerweise die Freude groß.

Die Eltern teilen diese Freude mit ihren Angehörigen und Freunden.

Alle kommen, um den neuen Erdenbürger zu begrüßen.

Wir alle kennen solche Situationen aus unserem Leben.

Ab und zu wird auch mir ein Kleinkind in den Arm gelegt, so mit der Aufforderung: da halt mal.

Dann halte ich und denke, gerade wo es in diesem Jahr wieder um das Thema Abtreibung ging, es wäre doch schade,

wenn dieser kleine Kerl nicht geboren worden wäre.

Drei Gedanken, der Erste:

O, wie goldig“ oder „o, wie süß“ oder „wie winzig“

Babys oder Kleinkindern fällt es leicht, sein Gegenüber in den Bann zu ziehen. Man muss es einfach lieb haben.

Vielleicht deshalb kommt Gott als Kind zu uns. Denn vor dem „Großen“ wird man leicht überfordert.

Dem „Kleinen“ aber kann man nicht wider- stehen. Und auch Gott will willkommen geheißen und geliebt werden.

Erst wenn das geschieht, kann Gott für uns Gott werden und schließlich Gott sein.

Der zweite Gedanke ist,wenn ich so ein Kind in die Arme nehme:

Mach ich alles richtig?“ denn ich hab wenig Übung im Umgang mit Babys. Eltern dagegen sind im Vorteil. Sie wollen das Beste und ertragen selbst jedes Schreien, Weinen, Quengeln in Liebe.

Gott kommt als Kind!

Mache ich mit Gott alles richtig in meinem Leben? Diese Frage wird heute immer wichtiger.

Die Kirche als Institution, die das Gedächtnis Gottes für uns wachhält,

verschwindet ja mehr und mehr aus dem öffentlichen Leben.

Auch in unseren Familien ist der Glaube ja längst keine starke Einheit mehr.

Über weite Strecken meines Lebens muss ich als Christ heute allein mit meinem Glauben zurechtkommen. Ich muss also etwas tun.

Ob das dann richtig ist, wird sich am konkreten Leben erweisen.

Tue ich aber nichts, verkommt mein Glaube zu einem Gefühl, wird das Leben in der Pfarrei fremd, erscheint mir die Kirche mehr und mehr wie ein Museum.

An Weihnachten dürfen wir unser christliches Lebensgefühl ruhig überprüfen.

Ohne Beziehung zu Gott, vor allem im persönlichen Gebet, geht es nicht.

Es geht auch an Weihnachten nicht ohne Gebet.

Wenigstens ab und zu sollten wir als Christen ein Gebet sprechen.

Mein dritter Gedanke ist, wenn ich ein Baby in den Arm nehme:

Was wird aus diesem Kind?“

Aus meiner Zuneigung heraus will ich, dass das Kind eine gute Zukunft hat. Darum geht es doch, wenn wir den Eltern nur das Beste zur Geburt des Kindes wünschen.

Gott kommt als Kind!

Was wird aus Gott in meinem Leben?

Schenke ich ihm Zukunft?

Wir sind es gewohnt, dass wir Gott um den Segen für unseren Lebensweg bitten.

Gebe ich aber auch meinerseits Gott eine Chance?

Darf er in meinem Leben Zukunft haben?

Wenn ja, muss ich auf einiges gefasst sein. Weihnachten ruft auch das ins Gedächtnis.

Die Liebe zu einem Kind muss immer groß sein, weil man auf vieles gefasst sein muss, wenn ein Kind groß wird, das wissen vor allem die, deren Kinder gerade in der Pubertät sind, ganz schwierige Zeit.

Wenn Gott als Kind kommt, verändert er auch zwangsläufig mein Leben.

Deshalb wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest,

mit allem, was zugehört:

Frieden, Liebe, Wohlergehen, Geborgen, Wertschätzung.

Vor allem aber wünsche ich ihnen,

dass Gott als Kind zu ihnen kommt und bei ihnen

und ihren Familien mit seinem Segen bleibt.

Predigt von Pfarrer Rettinger an Heiligabend

R.Zieres