Heuer ist der früheste Termin für die Annaoktav, nämlich der 20. - 26.7. Nächstes Jahr wird der späteste Termin sein, nämlich 26.7. - 1.8. Beides ist nicht optimal.
Trotzdem waren am 20.7. gut 70 Personen vor der Annakapelle, um Diakon Grimm und Pfarrer Simon zu sehen. Rudolf Sosnowsky spielte die Orgel. In seiner Predigt sprach Grimm über das Denkmal der hl Anna selbdritt, welches 1559 von Johannes Obernburger der Pfarrei gstiftet wurde. Es zeige, dass Zuwendung immer über Generatioenen erfolge. Anna stehe für die Wurzeln, sie habe Erfahrung, wisse, was Hoffnung, Zweifel und Werte bedeuteten. So stünden auch wir in der Kirche auf den Schultern derer, die vor uns gelebt hätten. Maria sei die Gegenwart, sie gebe Geborgenheit und verbinde die Vergangenheit mit der Zukunft. Jesu sei das Neue. Gottes Zukunft zeige sich mitten in der Familie, er komme nicht als Herrscher, sondern als Kind. Damit werde deutlich, dass Gott die Familie liebe und keine Generation allein lasse. "Gott wird Mensch im Miteinander".
Am 21.7. kamen ca 60 Gläubige, um Pater Nidhin vom Kloster Engelberg zu erleben. Er predigte mit Begleitung der Organistin Erwine Knecht über den heiligen Laurentius von Brindisi, den Tagesheiligen. Er habe vor 400 jahren als Kapuziner, Priester und Gelehrter gelebt und gewirkt. Die damalige Zeit sei schwierig gewesen, es habe viele Probleme im Staat und der Kirche gegeben, aber er habe nicht aufgegeben, sondern wollte Menschen zu Jesus führen. "Jesus zu lieben gibt Hoffnung". Er sei gestorben, als er versucht habe, einen Frieden zwischen Spanien und Savoyen zu vermitteln. Wichtig sei es, Gottes Wort mit Freude zu leben.
Der Jugo bekommt einen eigenen Artikel, aber am 23.7. waren ca 50 Gläubige versammelt, um Pfarrer Haas anzuhören. Er predigte über die heilige Brigitta von Schweden. Zunächst Vermögende Ehefrau und Mutter sei sie später Ordensgründerin geworden. Sie sei nach Rom gezogen und habe nicht den Mund gehalten, wenn Kritik angebracht war. So rügte sie mehrfach die Päpste, die damlas noch in Avignon residierten, statt in Rom und versuchte, beim hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich zu vermitteln. Als solche sei sie Patronin eines geeinten Europas; 1999 habe Papst Johannes Paul II darauf hingewiesen, dass sie das geistige Fundament des Kontinents zeige: Europa beruhe auf den Werten des Glaubens, der Nächstenliebe und des Friedens.
Nicht primär an den Tagesheiligen (Christoforus), sondern den vor 50 Jahren verstorbenen Kardinal Döpfner erinnerte Pfarrer Ball am 24.7. vor rund 70 Besuchern. Dieser sei 5 Jahre vor Pfr Balls Geburtstag 1948 zum Bischof geweiht worden und 1958 zum Kardinal. In der Zeit des 2. Vatikanums wurde er zu einer der prägendsten Figuren der katholischen Kirche. Leider habe Pfr Ball ihn nie persönlich getroffen, aber er könne sich noch genau erinnern, wie er von dessen unerwartetem Tod in München gehört habe. Er hätte eigentlich im August das "Wort zum Sonntag" sprechen sollen; da dieses schon aufgenommen gewesen sei, konnte Pfarrer Ball es vortragen: Der Kardinal erzählte, er sei von Firmlingen gefragt worden, ob er schon mal Gott begenet sei. Darauf habe er mit "nein" geantwortet, nicht in Person. Aber mit "ja" , auf andere Weise. Gott sei verborgen, größer als wir, aber geheimnisvoll nahe. Im Gebet, in der Natur und auch im Leid würden wir Gott treffen. Gott möge uns in der Zeit des Ausruhens schenken, dass wir durch die Welt hindurchsehen könnten auf Gott, der wir uns da sei.
Alle Prediger erhielten von dem Gemeindeteam eine Flasche Wein als Dankeschön; da es sich um den Wein handelte, der von der Patroziniumswette übrig war, trug er eine Nummer - aber besser ein Wein mit Nummer als kein Wein. Ein herzliches Dankeschön allen!







