Wunder wirken wiklich, doch Pelle stellt dies wie üblich in Frage, bis er eines besseren belehrt wird.
Ja, Diakon Höfer hatte zum heutigen FamGo wieder seine Handpuppe PELLE mitgebracht.
Im Evangelium rief Jesus seine Jünger zu sich, die wie verlorene Schafe herumliefen, die keinen Hirten haben. Sie sollen neue Arbeiter für seine Ernte suchen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Pelle: „Wo ist denn da das große Wunder? Ich habe nur von Glauben und Hoffnung, und von Schafen gehört, die dumm herumlaufen, oder vom Fachkräftemangel, weil Jesus das alleine nicht mehr packt.“
Diakon: „Doch Pelle, jeder von uns Christen kann kleine Wunder wirken, wenn man sie so bezeichnen will.
Denn die wertvollsten Momente im Leben kann man nicht kaufen – man schenkt sie sich gegenseitig. Ob im Ehrenamt, unter Kollegen oder im Kreis der Liebsten.
Wenn Menschen einander begegnen, entstehen kleine Alltagswunder, die uns Kraft geben und uns zeigen, worauf es wirklich ankommt.
Zum Beispiel:
wenn du als Ehrenamtlicher ins Seniorenheim kommst und merkst, dass Menschen dein Erscheinen sehnsüchtig erwartet haben.
wenn du Jemanden etwas erklärst, und in den Augen des anderen siehst, der Groschen ist gefallen.
wenn du nach einem anstrengenden Arbeitstag erschöpft mit deinen Kollegen zusammen- sitzt und weißt: heute haben wir zusammen etwas bewegt.
wenn du mit einem dir Fremden in eine Situation gerätst, die so skurril ist, dass ihr beide gleichzeitig in ein erheiterndes Lachen ausbrecht.
wenn ein Nachbar zu dir sagt: „Du hast mir neulich mit deiner Hilfe den Tag gerettet“ und du wusstest gar nicht, wie viel ihm das bedeutet hat.
wenn man mit einem geliebten Menschen im Auto sitzt, die Landschaft vorüberzieht, niemand ein Wort sagt und diese Stille ist nicht peinlich.
wenn du einen stressigen Tag hattest, nach Hause kommst und deine Familie dir eine Freude bereitet, um den Tag schön ausklingen zu lassen.
wenn du nach langer Zeit alte Freunde wieder triffst und ihr versteht euch noch genauso gut als wäre es erst gestern gewesen.
Als Schlussgedanke:
Wunder geschehen nicht nur in den biblischen Geschichten. Sie geschehen, wenn wir unsere Brille putzen, damit sie zur WUNDER-BRILLE werden kann.
Denn dann sehen wir, wo eine helfende Hand, ein freundliches Wort nötig ist.
Also, packen wir einfach unsere Wunder-Brille (die jeder symbolisch als Bildchen mitbekam) aus und halten Ausschau nach Gottes Spuren im Alltag.
GOTT geht mit. Und sein WUNDER WIRKT WIRKLICH – jeden Tag.
R. Zieres





















