Am Tag der ersten Sitzung des neugewählten Stadtrats gab es eine ökumenische Andacht für die neugewählten Mitglieder des Stadtrats, für die ausgeschiedenen Mitglieder und die Bevölkerung. Diakon Martin Höfer und Jugendreferentin Lena Riegel zogen mit 3 Ministranten in die Pfarrkirche ein.
Höfer begrüßte alle und wies darauf hin, dass die Wähler dem neuen Stadtrat durch die Wahl ihr Vertrauen geschenkt hätten. Für dieses Vertrauen wollten sie Gott danken und um seinen Segen bitten, um es nicht zu enttäuschen. Zur Lesung wurde Psalm 127 gelesen: "Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen".
Riegel hielt eine kurze Ansprache: Nunmehr begännen Sitzungen und eine neue Amtszeit für unsere Stadt. Es solle beraten und entschieden werden. Menschen würden über ihre Zukunft und die Gestaltung ihres Lebens in Obernburg entscheiden. Manches werde rasch gehen, anderes erst nach langem Ringen zu einem Ergebnis finden. Die Demokratie lebe von der Bereitschaft, zuzuhören und miteinander um eine Entscheidung zu streiten und gemeinsam das Beste für das Wohl der Gesellschaft zu wünschen. Dieser Verantwortung würden sich die Stadträte und der Bürgermeister stellen, aber Mühe allein reiche nicht. "Wenn der Herr nicht das Haus baut" - das bedeute nicht, dass nicht Menschen sich mit Verstand, Herz und Mühe einsetzen sollen. Aber der Satz aus der Lesung sei eine Grenze gegen den Gedanken, es hänge allein an uns. Gott lege das Fundament. Uns sei die Freiheit gegeben, nicht allein verantwortlich zu sein. Nicht alles liege in unserer Hand. Sie wünschte allen, auf Gottes Hilfe zu vertrauen.
Es wurden noch Fürbitten für die neuen und ehemaligen Stadträte vorgetragen und als gemeinsames Gebet das "Vater Unser" gesprochen. Mit dem Segen endete die Andacht.
Ein herzliches Dankeschön den Zelebranten und den Messdienern!
