Am 05.06.2026 startete das bundesweite Kolpingbikertreffen, das dieses Jahr im Kolpinghaus Lambach im Bayrischen Wald stattgefunden hat. Wegen der langen Anfahrt sind wir bereits nach der Fronleichnamsprozession am Donnerstag Mittag losgefahren und haben eine Übernachtung in Dietenhofen eingeplant.
Dort wollten wir uns am frühen Abend noch die Beine vertreten und haben einen Spaziergang gemacht. Das auffällig gemusterte Kirchturmdach hat uns zur Kirche gelockt. Als wir die Kirche und das danebenstehende 4-stöckige Fachwerkhaus bewunderten, hat uns ein Mann angesprochen. Es stellte sich heraus, dass es der örtliche evangelische Pfarrer war. Er erzählte uns, dass der Kirchturm kürzlich für rund 1 Mio Euro renoviert wurde und bot uns spontan eine Kirchenführung an.
Die Kirche selbst stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert um eine zweistöckige Empore erweitert. Grund dafür war die Zuwanderung aus Österreich, wo die protestantische Bevölkerung gezwungen wurde, entweder den kath. Glauben anzunehmen oder enteignet wurde. Vielen Dank nochmals an Pfr. Holger Bär für die Führung und das interessante Gespräch (https://www.st-andreas-kirche-dietenhofen.de/Home ).
Freitags ging es weiter und nach zwei kurzen Schauern trafen wir in Lambach ein. Schon auf dem Parkplatz haben wir die ersten Freunde getroffen und es gab ein herzliches Hallo von allen Seiten.
Nach dem Abendessen haben alle in der Osser-Klause zusammengesessen und Rudi, der Leiter des Kolpinghauses Lambach bekam den traditionellen Wanderpokal (genannt "Knochen") als Ausrichter des diesjährigen Kolping-Bikertreffens überreicht.
Samstag gab es die Gelegenheit, den Bayr. Wald mit dem Motorrad zu erkunden. Wir haben eine Ausfahrt mit sieben Motorrädern rund um das Arbermassiv gemacht. Unter anderem waren wir in Bayrisch Eisenstein, haben eine Rast am großen Arbersee und im Glaspark Arnbruck gemacht. Über Furth im Wald ging es zurück nach Lambach.
Pünktlich um 15:30 startete der Korso mit ca. 80 Motorrädern in Richtung Lam, um gemeinsam zur Kirche zu fahren und einen Gottesdienst zu feiern. Der Kolping-Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt (früher selbst Biker) hat eine schöne Messe gehalten, anschließend hat er uns und unsere Motorräder gesegnet. Dazu hat er sich vor die Kirche gestellt und alle Motorräder haben eine Runde um den Brunnen gedreht, um an ihm vorbei zu fahren. Das machte bei den Gästen des angrenzenden Biergartens erheblichen Eindruck.
Abends wurde durch das Küchenteam des Kolpinghauses gegrillt und wir haben bei bestem Wetter auf der Terasse gegessen.
Nach dem Essen hatte Rudi noch für jeden Teilnehmer ein kleines Geschenk in Form eines Lebkuchens mit Kolping-Bikertreffen Aufschrift. Danach musste Rudi den Tags zuvor erst erhaltenden Knochen wieder abgeben und an den Ausrichter des kommenden Bikertreffens übergeben. Dieser Ausrichter ist im kommenden Jahr die Kolpingsfamilie Obernburg und somit hat Dirk den Knochen entgegen genommen. Wir konnten uns mit einem Gastgeschenk in Form von echt Obernburger Apfelsaft und Apfelwein samt Glas revanchieren. Vielen Dank an den neuen Bürgermeister Nikolaus Volland, der das ermöglicht hat. Rudi hat sich sehr gefreut mit dem Kommentar "Schon lange keinen Äppler mehr getrunken".
Dank der Unterstützung eines Teilnehmers (Danke Patrick!), der mit dem Wohnmobil nach Lambach gefahren ist, steht der Knochen (nebst anderen Utensilien) schon im Pia Fidelis und wir können nun in die Planung für 2027 einsteigen.
Wundert euch also nicht, wenn 2027 ab Freitag nach Fronleichnam bis Sonntag viele Motorräder in und um Obernburg zu sehen sind. Für nächstes Jahr gilt umso mehr: Man muss nicht in der Kolpingsfamilie sein, um an diesem Treffen teilzunehmen, Wir freuen uns auf Euch!
















































































