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WALLFAHRT DER KIRCHENCHÖRE DES BISTUMS WÜRZBURG VOM 06.-12.09.26 NACH ROM - EIN BERICHT

TAG 1 - So, 06.09.26

Am Sonntag, 6. September, brachen mitten in der Nacht rund 520 Pilgerinnen und Pilger, Mitglieder und teils Angehörige aus Kirchenchören unseres Bistums, in neun Bussen zusammen mit Bischof Dr. Franz Jung nach Italien auf. Auch aus unserem Pastoralen Raum waren viele gemeinsam mit Kirchenmusiker Markus Heinrich mit dabei. Am ersten Tag der Hinreise führte uns der Weg in die Wallfahrtskirche Schönenberg bei Ellwangen. Dort feierten wir mit Bischof Franz ein Morgenlob. Der Weg führte uns weiter in die Stiftskirche Wilten bei Innsbruck, wo wir unseren ersten gemeinsamen Pilgergottesdienst mit Bischof Franz feierten. Die Gottesdienste und alle weiteren der Wallfahrt wurden von dem Gesamtchor, einem Kammerchor, sowie von Bläsern und/oder Orgel musikalisch bereichert. Nach der Hl. Messe ging es über den Brenner in den Raum um den Gardasee und Verona zu den Unterkünften in den je eigenen Hotels.

TAG 2 - Mo, 07.09.26

Wir starteten von unseren Unterkünften aus weiter in die Poebene nach Mantua. Dort feierten wir eine Hl. Messe in der Basilika St. Andrea. Danach wurden wir in einer großen Prozession in die Krypta geführt, wo die Blutreliquien Christi ausgestellt und verehrt werden. Nach Gelegenheit zu einem kleinen Bummel durch die mittelalterliche Altstadt fuhren wir weiter über Modena, Bologna und Florenz nach Rom, wo wir nach zwei langen Reisetagen ankamen. Dort bezogen wir das Hotel. Was folgte, waren drei ereignisreiche Tage in der Ewigen Stadt.

TAG 3 - Di, 08.09.26

Wir begannen den Tag nach dem Frühstück in der Basilika San Giovanni in Laterano, der ersten der römischen Basiliken. Sie wird als „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises“ bezeichnet und verehrt. Anschließend wurde auf einer Rundfahrt durch Rom über 2000 Jahre Geschichte vor unseren Augen lebendig. Dann unternahmen wir einen geführten Stadtrundgang in Gruppen durch Rom an Sehenswürdigkeiten wie dem Pantheon, der Spanischen Treppe, der Piazza Navonna und dem Trevi-Brunnen. Als Abschluss des Tages feierten wir eine Eucharistiefeier in der Sant’ Ignazio-Kirche, die vor allem für Bischof Jung etwas Besonderes ist. In der Kirche des heiligen Ignatius und des Jesuitenordens wurde Bischof Jung am 10. Oktober 1992 zum Priester geweiht. Im Anschluss an die Messe bezeichnete er sein Gefühl während des Gottesdienstes mit den Worten: „Es hat sich angefühlt wie nach Hause kommen.“

TAG 4 - Mi, 09.09.26

An diesem Tag folgte, was viele im Nachhinein als den Höhepunkt der Reise bezeichneten – die Papstaudienz mit anschließendem Gottesdienst im Petersdom. Dort konnten wir Weltkirche leibhaftig erfahren. Mit rund 22.000 Gläubigen aus Dutzenden Ländern jubelten die Pilgernden aus dem Bistum Würzburg auf dem Petersplatz besonders, als Papst Leo XIV. sie direkt ansprach und ihnen für das Glaubensbekenntnis dankte. „Erinnern wir uns daran, dass es unsere höchste Berufung ist, Gott zu loben und zu preisen“, sagte Papst Leo. Doch damit nicht genug. Am Nachmittag durften die Chöre zusammen mit Bischof Jung Eucharistie feiern – im Petersdom. Im Zentrum des Christentums, in einer bedeutsamen Kirche, kam die Kraft der Chöre noch einmal besonders zum Vorschein. So wurden viele der Touristen im Petersdom magnetisch vom Chorgesang angezogen. Am Ende des Gottesdienstes durfte Bischof Franz noch einem Jubelpaar aus den Reihen des Gesamtchores zur Goldenen Hochzeit gratulieren und das Paar segnen. Anschließend besichtigten die Gruppen mit ihrer jeweiligen Reiseleitung St. Peter, das Zentrum der katholischen Welt.

TAG 5 - Do, 10.09.26

Das Wetter wechselte an diesem von sommerlicher Wärme zu einem Gewitter. Doch das konnte die gute Laune der Wallfahrerinnen und Wallfahrer nicht brechen. Nach dem Frühstück fuhren wir bei bestem Wetter mit den Bussen in den römischen Stadtteil Trastevere. In der Basilika Santa Caecilia feierten wir eine Hl. Messe mit Bischof Franz. Ihm war es ein Anliegen, dass wir an diesem Ort eine Hl. Messe feiern, da die Hl. Cäcilia die Schutzpatronin der Kirchenmusik ist und in dieser Kirche auch beigesetzt ist. Darum war dieser Ort für uns alle, die wir in irgendeiner Weise mit Kirchenmusik zu tun haben, ein besonderer Ort. So schwärmte nach dem Gottesdienst ein italienischer Priester, der die Kirche zufällig besuchte, vom Gesang: „Wir haben in Italien nicht so eine starke Chorkultur, also ist es wunderbar, so etwas zu hören. Großes Kompliment.“ Nach einem kurzen Stadtrundgang ging es weiter nach St. Paul vor den Mauern, wo die Mosaiken aller bisherigen Päpste an den Wänden zu finden sind. Danach fuhren wir nach Frascati. Dort angekommen zeichnete sich schon ab, dass es vom Wetter her nicht trocken bleibt. Und so kam es - ein Unwetter - zwei Stunden lang mit heftigstem Ausmaß. Die meisten war bei Ankunft in die Taverne, in der wir zu Abend gegessen und den bekannten Weißwein verkosten durften, komplett durchnässt. Aber der guten Laune tat das keinen Abbruch. Viele liefen singend in die Taverne ein, in der der Regen dann teilweise sogar durch die Decke kam.

TAG 6 - Fr, 11.09.26

Wir verabschiedeten uns von Rom und traten die zweitägige Heimreise an. Wir fuhren in Richtung Norden nach Arezzo, das mit dem Beinamen „Juwel der Toskana“ geschmückt wird. Wir feierten dort eine Hl. Messe im „Santuario die Santa Maria delle Vertighe a Monte“. In dieser Kirche ist auch der Leichnam von Papst Gregor X. zur Verehrung aufgebahrt. Anschließend blieb noch etwas Zeit, die alte römische Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Am Nachmittag machten wir uns dann auf zu unserem Hotel in Auer im Raum Trient. Bei sehr gutem Essen und guten Gesprächen genossen wir unseren letzten Abend der Wallfahrt.

TAG 7 - Sa, 12.09.26

Unser letzter Morgen der Romwallfahrt brach an. Nach dem Frühstück ging es durch das Etsch- und Eisacktal zu unserem Zwischenziel, dem Dom von Brixen, in die alte Bischofsstadt in Südtirol. Im Dom „Mariae Aufnahme in den Himmel“ feierten wir unsere letzte Heilige Messe in feierlichster Art und Weise. Zum Abschluss der Hl. Messe dankte Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle allen Beteiligten der Chorwallfahrt: den Organisatoren, seinem Team der Fachstelle Kirchenmusik, den Busleiterinnen und Busfahrern sowie dem Blasorchester. „Die Mühe, die wir auf uns genommen haben, mit den Proben und der Organisation, hat sich wirklich gelohnt.“ Aberle dankte auch Bischof Jung: „Ein herzliches Vergelt´s Gott für die vergangenen Tage. Die Lust, mit der Sie Tag für Tag zum Gottesdienst gekommen sind, war wirklich schön.“ Letztlich wurde den wohl wichtigsten Akteuren gedankt: den Chorsängerinnen und Chorsängern. „Ohne Euch wäre diese Reise nicht möglich.“ Besonders hob er den Gesang während des Abschlussgottesdienstes hervor. „Heute war das einfach ein Kunstgenuss. Ich habe jedes Stück mit Euch genossen.“ Auch Bischof Jung blickte positiv auf die Romwallfahrt zurück. „Es war wirklich schön zu sehen, wie in dieser Woche eine Gemeinschaft entstanden ist. Vor allem bei den Gottesdiensten war dieses Gefühl besonders stark.“ Nach der Mittagspause fuhren wir weiter über den Brennerpass ins Inntal, über München und Würzburg zu den beiden Ausstiegen Aschaffenburg und Bessenbach. Noch während der Fahrt dankten die Busleiter Markus Heinrich und Niklas Steinzer unserer Busgruppe für die gute Disziplin, den Teamgeist und das Durchhalten, da es doch für alle eine anstrengende Reise war. Einen besonderen Dank sprachen sie an den Busfahrer aus, der nicht irgendjemand war. Es war Pfr. Sebastian Herbert, seines Zeichens Militärpfarrer in Hammelburg. Er verstand es, in einfühlsamster Art und Weise uns durch diese Tage zu leiten. Wir haben ihn kennengelernt als einen, der das Herz am richtigen Fleck hat. Wir sagten ihm dankte für die sichere Fahrt, für seine wertvollen Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Regionen und Orten am Wegesrand. Einfach wunderbar! So endete nun die Wallfahrt. Die Eindrücke, die wir gewonnen haben, werden uns noch lange an diese besondere Reise und Wallfahrt erinnern. Gestärkt im Glauben kamen wir wieder zu Hause an. Auch wir danken Bischof Franz, Domkapitular Albin Krämer (der ja aus Obernburg stammt), Dekan Simon Mayer aus Kitzingen und Pfr. Bernhard Stühler, Pfarrer des Juliusspitals, für die geistliche Begleitung und natürlich Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle stellvertretend für das ganze Organisationsteam!

Markus Heinrich

Kirchenmusiker der Pastoralen Räume Obernburg und Elsenfeld


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Bild: Markus Ball

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